St. Nicolaikirche Markneukirchen

ST.-NIKOLAIKIRCHE MARKNEUKIRCHEN

Die Kirche

Aus der Geschichte

Markneukirchen wird um 1274 erstmalig als Newenkirchen urkundlich erwähnt. Um 1360 hat es Stadt-, Markt- und Gewerberecht erhalten. Frühzeitig hat der Ort auch eine Kirche gehabt. Sie war dem Heiligen Nikolaus geweiht. Nikolaus, Bischof in Myra im 4. Jahrhundert, gilt als Freund der Kaufleute und Kinder.1540 wird in Markneukirchen der erste evangelische Gottesdienst gehalten. Die Kirche brannte aber bei einem großen Stadtbrand 1633 ab. Man baute an gleicher Stelleeine neue Kirche, die jedoch mehr einer Scheune glich. Es war ein rechteckiger Fachwerkbau mit kleinen Fenstern und allerhand Anbauten. Die Emporen waren weit in das Kirchenschiff hineingebaut. Zahlreiche Grabdenkmäler befanden sich innerhalb der Kirche. Der Kirchturm stand frei, auf ihm hingen drei Glocken.

Um 1817 erhielt die Kirche eine neue Orgel vom Adorfer Orgelbauer Trampeli. 1837 sollte die Kirche abgerissen und einem Neubau Platz machen. Dazu kam es nicht mehr, denn im Jahre 1840 gab es einen weiteren verheerenden Stadtbrand, bei dem die Kirche vollständig niederbrannte. Am 17. Juli 1842 wurde der Grundstein zur heutigen Kirche gelegt. Architekt der klassizistischen, neuromanischen Kirche war Hermann Arndt, ein Schüler des Dresdner Hofbaurates Gottfried Semper. Im Zuge der damaligen Neugestaltung der Innenstadt und des Marktplatzes wurde die Kirche nach Westen ausgerichtet, steht also um 180 Grad verkehrt. Ursprünglich hatte die Kirche etwas 1300 Sitzplätze.

Die Schulze-Orgel in Markneukirchen

In der Kirche steht eine wertvolle, zweimanualige mechanische Orgel des Orgelbaumeisters Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella/Thüringen. Sie wurde 1848 mit dem Kirchenneubau geweiht. Die fast 2000 Holz- und Metallpfeifen sind auf 32 Register verteilt. Alle sichtbaren Pfeifen in der Vorderfront sind stumm und haben keine Beziehung zum inneren Aufbau der Orgel. Der Klang ist frisch und kraftvoll. Die Orgel kann auch ohne Strom, durch Treten der 4 Blasebälge gespielt werden.

Dieses kostbare historische Instrument ist durch Umbau und Verfall anderer Schulze-Orgeln heute die größte, noch fast vollständig erhaltene Schulze- Orgel Deutschlands, Sachsens einzige!

In den Jahren 1993/94 wurde sie von der Dresdner

Orgelbaufirma Wegscheider umfassend restauriert und wieder in den Originalzustand versetzt.

Weitere informationen über die Orgel können Sie sich HIER ansehen.